Deutsche Beamte wollen wissen, warum der Tatverdächtige des Berliner Anschlags trotz angeblicher ISIS-Unterstützung frei blieb

Deutsche Beamte wollen wissen, warum der Tatverdächtige des Berliner Anschlags trotz angeblicher ISIS-Unterstützung frei blieb

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Nach dem jüngsten gewalttätigen Angriff in Berlin in der Nähe eines Gay-Pride-Festivals müssen sich deutsche Beamte mit der Frage auseinandersetzen, warum der Verdächtige Abdul Ballout den Angriff ungehindert durchführen konnte, obwohl er kürzlich wegen Unterstützung des IS verurteilt wurde.

Bundeskanzler Friedrich Merz wollte am Montag wissen, wie der gewaltsame Angriff hätte verhindert werden können.

„Wir müssen alles tun, um die Menschen in Deutschland bestmöglich vor diesen Kriminellen zu schützen, vor gefährlichen Menschen, die aus welchen Gründen auch immer nicht aufzuhalten sind“, sagte Merz laut Associated Press.

Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt sagte in einem Interview mit dem öffentlich-rechtlichen Sender ZDF, dass es angesichts der Verurteilung des 21-jährigen Verdächtigen und seiner Vergangenheit als Unterstützer des Islamischen Staates keinen Sinn mache, den Mann freizulassen.

„Es ist davon auszugehen, dass es durchaus sinnvoll gewesen wäre, diese Person in Gewahrsam zu nehmen“, sagte er dem Bericht zufolge.

Verdächtiger nach berliner Pride-Angriff bei Zusammenstoß mit der Polizei getötet: AP

Ein Verdächtiger mit angeblichen Verbindungen zur islamistischen Szene in Deutschland ist auf der Flucht, nachdem die Behörden sagen, er habe in der Nähe des Pride-Festivals in Berlin einen Lieferwagen in eine Menschenmenge gerammt und anschließend andere mit einer Machete angegriffen. Dabei handelte es sich nach Einschätzung der Beamten um einen islamistischen Terroranschlag, bei dem eine Person getötet und mindestens 29 weitere verletzt wurden. (AP Photo/Markus Schreiber; Berliner Polizei)

Berlins Oberbürgermeister Kai Wegner sagte in einem Interview mit dem RBB, dass er die Unabhängigkeit der Justiz zwar nicht in Frage stellen wolle, ihm aber bei diesem Anschlag „die Worte fehlen“.

Der Verdächtige des jüngsten Anschlags in Berlin reiste letztes Jahr in den Libanon mit dem Ziel, nach Syrien zu reisen, um sich ISIS anzuschließen. Dies geht aus einer englischen Übersetzung einer gemeinsamen Erklärung der Berliner Staatsanwaltschaft und des Berliner Oberlandesgerichts hervor, in der festgestellt wurde, dass der Mann „in Berlin geboren und aufgewachsen ist und deutscher Staatsbürger ist“.

Bei dem Angriff am Samstagabend gab es laut AP einen Toten und 29 Verletzte. Der 21-jährige Abdul Ballout wird verdächtigt, in der Nähe eines Pride-Festivals mit einem Pickup Menschen angefahren zu haben, bevor er offenbar Menschen mit einer Machete aufschlitzte, was nach Ansicht der Behörden ein Terroranschlag war.

Der Verdächtige wurde am Sonntag von den Behörden getötet.

„Nach aktuellen Informationen soll der 21-Jährige die Spezialkräfte mit einem Messer angegriffen haben, worauf diese ihre Schusswaffen eingesetzt haben“, heißt es in einer englischen Übersetzung einer gemeinsamen Pressemitteilung der Berliner Polizei und der Staatsanwaltschaft vom 26. Juli. „Der Mann erlitt lebensgefährliche Verletzungen und verstarb noch am Unfallort. Die Ermittlungen dauern an.“

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Polizisten stehen in der Nähe eines Fahrzeugs, das in Berlin gegen einen Baum gekracht ist.

Polizeibeamte stehen in der Nähe eines Fahrzeugs, das am Sonntag, den 26. Juli 2026 in Berlin, Deutschland, gegen einen Baum prallte, nachdem es in eine Menschenmenge gerast war. (AP Photo/Markus Schreiber)

Anfang des Jahres verurteilte ein Berliner Jugendgericht Ballout wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und der Verbreitung von Propaganda zur Unterstützung des IS.

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Nach der Absage des Christopher Street Day versammeln sich Einsatzkräfte und Polizei in Berlin.

Einsatzkräfte und Polizei versammeln sich am frühen Sonntag, 26. Juli 2026, in Berlin, nachdem die Feierlichkeiten zum Christopher Street Day abgesagt wurden. (AP Photo/Ebrahim Noroozi)

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„Dieses Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da die Staatsanwaltschaft Berlin Berufung eingelegt hat. Die Staatsanwaltschaft hatte eine längere Haftstrafe ohne Bewährung für einen Minderjährigen und den Fortbestand der Untersuchungshaft beantragt“, heißt es in der Erklärung.

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