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Würden Sie glauben, dass nur etwa 20 % der Haushalte in Europa über irgendeine Art von Klimaanlage verfügen? Das ist ziemlich umwerfend, wenn man bedenkt, dass satte 90 % der amerikanischen Haushalte über eine Klimaanlage verfügen. Die kompletten HVAC-Systeme großer Klimaanlagenmarken, die wir in den USA gewohnt sind, sind in Europa einfach nicht üblich. Ventilatoren und tragbare Klimaanlagen haben dort jahrzehntelang gut funktioniert, aber sie werden möglicherweise nicht ausreichen, um der Hitze bald zu trotzen.
Das Problem besteht darin, dass die Erwärmung in Europa etwa doppelt so hoch ist wie im weltweiten Durchschnitt, was bedeutet, dass die Menschen dort viel heißere Sommer erleben, als sie es gewohnt sind. Dies führt zur Entwicklung einer neuen Generation von Klimaanlagen: solchen, die ohne herkömmliche Kältemittel auskommen. Anstatt sich auf chemische Kältemittel zu verlassen, die zwischen Flüssigkeit und Gas zirkulieren, nutzen diese hochmodernen Systeme eine Mischung aus festen Materialien, Magnetfeldern, elektrischen Strömen und mechanischem Druck zur Wärmeübertragung. Im Erfolgsfall könnten sie dem Kontinent eine sauberere Alternative bieten, um cool zu bleiben.
Welche Formen könnten kältemittelfreie Klimaanlagen annehmen?
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Es stellt sich heraus, dass Klimaanlagen zu etwa 3 % aller globalen Treibhausgasemissionen beitragen. Beim derzeitigen Tempo könnte sich der Bedarf an Klimaanlagen bis 2050 mehr als verdreifachen. Ganz zu schweigen davon, dass die fluorierten Kältemittelgase, die wir in unseren Systemen verwenden, tausendmal schädlicher sind als Kohlendioxid, wenn sie in die Atmosphäre gelangen. Die Europäische Union lässt sie seit 2024 auslaufen und sucht nun nach Alternativen zur Heimkühlung.
Die Festkörperkühlung könnte eine Möglichkeit bieten, Wärme ohne die Zirkulation chemischer Kühlmittel zu transportieren. Dies kann verschiedene Formen annehmen. Eine Idee ist der Einsatz der elastokalorischen Kühltechnologie, bei der Nickel-Titan-Legierungen zum Einsatz kommen, die beim Strecken und Freigeben Wärme absorbieren. Eine weitere Idee sind Wärmepumpen ohne Kältemittel, die Wärme mithilfe elektrischer Ströme übertragen. Wissenschaftler erforschen auch Kühlsysteme, die auf Magnetfeldern zur Kühlung der Luft basieren. Sie haben sogar mit druckempfindlichen Kunststoffkristallen experimentiert, die bei Kompressionszyklen Wärme abgeben und absorbieren.
Leider befinden sich alle diese Systeme noch im frühen Stadium der Kommerzialisierung. Es bleibt abzuwarten, wie sie sich im größeren Maßstab schlagen werden. Europa ist vorerst gezwungen, weiterhin mit steigenden Temperaturen zu kämpfen, ohne dass es zu großer Erleichterung kommt.