Israelische Verteidigungskooperation mit Deutschland

Israelische Verteidigungskooperation mit Deutschland

Das israelische Verteidigungsministerium (IMoD) unterstützt israelische Verteidigungsunternehmen dabei, ihre Zusammenarbeit mit deutschen Verteidigungsunternehmen zu verbessern. Israelischen Quellen zufolge soll die bestehende Zusammenarbeit auf neue Bereiche wie die Raumfahrt ausgeweitet werden.

Strukturelle Treiber wie deutsche Aufrüstungsfonds, kampferprobte israelische Ausrüstung und das Joint-Venture-Modell mit lokaler Produktion, das den europäischen Souveränitätsanforderungen entspricht, zeugen von einer immer intensiveren Zusammenarbeit. Derzeit unterhalten alle großen israelischen (IAI, Elbit, Rafael) und deutschen (Diehl, TKMS, Rheinmetall, KNDS, MBDA Deutschland, Reflex) formellen Industriekooperationen. Allein die Arrow 3-Show hat einen Wert von rund 6,5 Milliarden US-Dollar und wächst weiter.

Die Zusammenarbeit zwischen deutschen und israelischen Rüstungsunternehmen, eine der stärksten bilateralen Verbindungen zwischen Verteidigung und Industrie in Europa, wird nicht nur fortgesetzt, sondern auch rasch ausgeweitet. Der Trend deutet eindeutig darauf hin, dass die Zusammenarbeit eher zunimmt als abnimmt. Auf Europa entfallen mittlerweile 36 % der israelischen Verteidigungsexporte, die im Jahr 2025 einen Rekordwert von 19,2 Milliarden US-Dollar erreichten, was einem Anstieg von 30 % entspricht. Von 2021 bis 2025 ist Israel nun Deutschlands drittgrößter Rüstungsexportmarkt, und Deutschland allein wird im Jahr 2025 rund die Hälfte der israelischen Verteidigungsexporte ausmachen. Im Januar 2026 unterzeichneten die beiden Regierungen ein Sicherheitsabkommen, das „das tiefe Engagement Deutschlands für die Sicherheit des Staates Israel“ einschließlich Cyberabwehr und Terrorismusbekämpfung verankert und damit ihre strategische Partnerschaft formalisiert.

Das Flaggschiff ist der im Jahr 2023 unterzeichnete Vertrag über 3,5 Milliarden US-Dollar für Arrow 3 sowie ein Folgevertrag über 3,1 Milliarden US-Dollar im Dezember 2025 für weitere Abfangjäger und Trägerraketen von Arrow 3. Die erste Batterie wurde im Dezember 2025 in Holzdorf in Betrieb genommen; Ein zweiter Standort im bayerischen Kaufbeuren wurde im Juni 2026 angekündigt. Berlin ist derzeit in Gesprächen über einen weiteren Kauf (zitiert in Army Recognition + Jerusalem Post).

Nach Angaben israelischer Verteidigungsquellen ist die Verlagerung von Verkäufen zwischen Regierungen zu Joint Ventures und lokaler Produktion in Deutschland das Besondere, genau das Modell, das Frost & Sullivan als Europas neuen Skalierungsmotor identifiziert: „kampferprobte israelische Technologie, souveräne deutsche Fabriken.“ Elbit Systems + Diehl Defence: Gemeinsame Vermarktung der Streumunition SkyStriker für die Bundeswehr mit lokaler Fertigung und Montage in Deutschland. Elbit + ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS): Absichtserklärung für die gemeinsame Entwicklung und Integration der Marineverteidigung in Plattformen der nächsten Generation unter Nutzung der bestehenden U-Boot-Verbindungen von TKMS mit der israelischen Marine.

Elbit + KNDS Deutschland: PULS-Raketenartillerie wurde im Februar 2025 von Deutschland anstelle der GMARS von Rheinmetall/Lockheed ausgewählt: eine bemerkenswerte Überraschung, bei der ein israelisches System einen deutsch-amerikanischen Prime auf einem deutschen Vertrag besiegte. Rafael + Reflex Aerospace: Gemeinsames ultrahochauflösendes Satellitenprogramm. Rafael + Rheinmetall: Zusammenarbeit bei Raketen, Panzerabwehrtechnik und einem 155-mm-Artilleriesystem. Rheinmetall + UVision: Koproduktion der HERO-Loitering-Munition-Familie für Europa. MBDA Deutschland + IAI: Gemeinsame Vermarktung von HAROP-Loitering-Munition. IAI + Land Berlin: Am 11. Juni 2026 wurde auf der ILA Berlin ein MoU zum Bau eines Innovationszentrums für Luft- und Raumfahrt/Verteidigung mit lokaler Produktion in Berlin-Adlershof unterzeichnet, inspiriert von den IAI-Beschleunigern der USA, Indiens und Israels. Rafael + Volkswagen (Osnabrück): Absichtserklärung zum Kauf einer VW-Fabrik zur Herstellung von Komponenten für den Abfangjäger Iron Dome Tamir, einem wichtigen lokalen Produktionsstandort.

Israelische Quellen weisen darauf hin, dass der Krieg in der Ukraine der Hauptgrund für diese verstärkte Zusammenarbeit ist. Der Raketenkrieg Russlands in der Ukraine machte die mehrschichtige Luftabwehr und Massenproduktion von Munition zu einer existenziellen Priorität für Deutschland. Die getesteten israelischen Systeme übertreffen jahrzehntealte europäische Roadmaps, und Arrow 3 steht an der Spitze der europäischen Sky Shield-Initiative. Den Quellen zufolge wird bei der europäischen Beschaffung mittlerweile auf „betrieblich erprobte“ Systeme Vorrang eingeräumt; Israelische Luftverteidigung, elektronische Kriegsführung und Streubomben sind wegen ihrer tatsächlichen Wirksamkeit gegen iranische Angriffe mit ballistischen Raketen gefragt. Quellen stellten fest, dass das JV-Modell Berlins Wunsch entspreche, auf deutschem Boden zu produzieren, um Versorgungssicherheit, Beschäftigung und NATO-Konformität zu gewährleisten.

Arie Egozi

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