23.07.2026 – Die jüngste „Minitraité“-Runde vergibt 1,15 Millionen Euro an fünf Projekte, drei davon in Produktion und zwei, die Entwicklungszuschüsse erhalten
Regisseurin Maria Schrader, deren Projekt „Arbeit und Struktur“ gefördert wurde (© Martin Kraft)
Das deutsch-französische Koproduktionskomitee hat die Ergebnisse seiner jüngsten Förderausschreibung veröffentlicht und fünf Projekte mit insgesamt 1.149.250 Euro ausgezeichnet. Drei Titel erhielten 1.049.250 Euro Produktionsförderung, zwei weitere erhielten 100.000 Euro für die Projektentwicklung. Diese neueste Runde von „Minitraité“ umfasst drei überwiegend deutsche Koproduktionen und zwei überwiegend französische Koproduktionen.
An der Spitze der Auswahl steht Arbeit und Struktur, der neue Spielfilm der deutschen Filmemacherin Maria Schrader (I’m Your Man, Stefan Zweig: Farewell to Europe), adaptiert nach den autobiografischen Schriften des verstorbenen Autors Wolfgang Herrndorf und gemeinsam mit Jan Schomburg geschrieben. Das von der deutschen Firma Komplizen Film produzierte und von der französischen Firma Haut et Court koproduzierte Projekt erhielt von deutscher Seite 250.000 Euro und von französischer Seite 150.000 Euro. Der Film folgt Herrndorf, nachdem er erfahren hat, dass er an einer unheilbaren Krankheit leidet, und schildert, wie er inmitten von Operationen, Chemotherapie und dem ständigen Bewusstsein des Todes seine ganze Energie in das Schreiben investiert und letztendlich das erfolgreichste Werk seiner Karriere produziert.
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Produktionsunterstützung erhält auch „In den Fängen des Autoscooters“, der Debütfilm des deutschen Autors und Regisseurs Maximilian Bungarten, der zuvor Entwicklungsgelder von Minitraité für das Projekt erhalten hatte. Das von Benedetta Films in Koproduktion mit der französischen Moderato Films produzierte Coming-of-Age-Drama spielte in Deutschland 172.000 Euro und in Frankreich 77.250 Euro ein. Die Geschichte dreht sich um Casper, einen 18-jährigen Klempnerlehrling aus einem kleinen Vorort, der vom Unfalltod seines besten Freundes heimgesucht wird. Nachdem er Isaac kennengelernt hat, einen jungen rumänischen Jahrmarktsbesucher, der durch die Stadt zieht, versucht er, die verlorene Bindung wieder aufzubauen.
Das dritte Produktionsstipendium geht an Paul und die Flussbande, den neuen animierten Familienspielfilm der französisch-libanesischen Filmemacherin Chloé Mazlo (The Skies of Lebanon), adaptiert nach der Graphic Novel La poudre d’escampette von Chloé Cruchaudet, die zusammen mit Clara Bourreau auch das Drehbuch geschrieben hat. Der Film wird von der französischen Blue Spirit Productions produziert, mit dem deutschen Luftkind Filmverleih als Minderheitskoproduzent. Er erhielt 250.000 Euro aus Frankreich und 150.000 Euro aus Deutschland. Die Geschichte folgt dem achtjährigen Paul, der sich widerstrebend mit seiner Hündin Pauline in seine neue Nachbarschaft wagt, um dann auf eine Gruppe von Kindern zu stoßen, die an Bord eines selbstgebauten Floßes Abenteuer erleben, was ihn auf eine mysteriöse Mission voller unerwarteter Entdeckungen führt.
Für die Entwicklung wurden 100.000 Euro zu gleichen Teilen auf zwei Projekte aufgeteilt und erhielten jeweils 50.000 Euro. „Töchter des brennenden Herzens“, geschrieben und inszeniert von der rumänischen Filmemacherin Xandra Popescu, wird von den Deutschen Cornehl, Puhlmann, Schäfer GbR und France’s Reality Films produziert. Die satirische Komödie folgt einem mysteriösen Nonnenorden in Berlin, der Sterbende in ihren letzten Momenten begleitet, bis ihre Arbeit zu einer medialen Sensation wird und sie in direkten Konflikt mit der Kirche bringt.
Das zweite Entwicklungsstipendium ging an „Das Verschwinden von Paris“, inszeniert und adaptiert von Stéphane Demoustier („Das Mädchen mit dem Armband“, „Der große Bogen“) nach Martin Pages Roman „La disparition de Paris et sa renaissance en Afrique“. Das von der französischen Firma Petit Film in Koproduktion mit der deutschen Firma Ventall Cinema produzierte Projekt dreht sich um einen gewöhnlichen Mann, der beschließt, den außergewöhnlichen Wunsch einer anderen Person zu erfüllen.
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